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29.11.01
Auf die Schnelle Mikrowelle?
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Für alles, aber auch wirklich alles, gibt es Computersimulationen. Flugsimulatoren - kennt man ja. Und Sportsimulatoren, auch nichts Neues, ja, ja, alles sehr schön. Und auch abstrusere Dinge wie Eisenbahnsimulationen gibt es, mit welchen man den Beruf eines Bahnfahrers nachspielen kann.

Ich ernähre mich hauptsächlich von Junkfood, das gebe ich offen und ehrlich zu. Gleich werde ich mir noch einen gesunden Mikrowellenfraß gönnen, und morgen werde ich wohl wieder einmal in einem Fast-Food-Restaurant meiner Wahl schlemmen. Trotz alledem bin ich dürr, das grenzt fast schon an Zauberei. Und das Gesündeste, das ich tagtäglich zwischen die Zähne bekomme, ist die Salatgurke auf dem Hamburger.

Wie es wohl ist, hinter der Theke von Burger King, McDonalds und Co. zu arbeiten? Für viele Alltag, und die, die nicht für solch ein Etablissement arbeiten, möchten es wohl auch gar nicht. Trotz alledem gibt es "Burger Blitz", den grandiosen Schnellimbisssimulator.

"Sofort zurück an die Arbeit, damit das klar ist! Immer dieses ständige Rumgequatsche mit den Gästen." - Ja, ja. Ich mach ja schon. Noch drei Hamburger, dann geht´s ab in meinen wohlverdienten Feierabend. Wie realistisch diese Simulationen doch sein können! Unglaublich.

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24.11.01
Alles mit dem Mund
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Farblos und geschmacksneutral.)

Eines Tages wurde es dem Affen Congo zwischen seinen Gitterstäben zu langweilig. Er hopste aufgekratzt im Käfig umher und schrie den Zoowärter an. „Wärter!“, schrie er. „Mir ist langweilig. Bringe er mir Leinwand, Pinsel und Farben. Ich möchte etwas malen.“ Der Wärter schlug seine Hacken zusammen, parierte und besorgte dem Affen Congo die gewünschten Utensilien.

Die Kunstwerke die er daraufhin erschaffen hatte, ließ Congo, der Affe, in einer Pariser Galerie ausstellen, und die Kritiker waren begeistert. „Toll!“, posaunten sie heraus. „Großartig!“, meinten andere. „Und überhaupt! Überwältigende Meisterwerke sind das!“

Doch dann stellte sich heraus, dass ein Affe für diese Staubfänger verantwortlich gewesen war, und die Meinung der Kunstkritiker änderte sich schlagartig. „Widerwärtig!“, posaunten sie nun heraus. „Schrecklich!“, meinten andere. „Und überhaupt! Affen können gar nicht malen. Sieht man doch schon an diesen ekelerregenden Bildern.“ Das alles spielte sich in den fünfziger Jahren ab, doch auch heutzutage sollte niemand malen, der dazu nicht berechtigt ist.

Armlose Menschen beispielsweise! Schließlich kann nur der Kunst produzieren, der einen Pinsel zwischen den Fingern halten kann. Und können das armlose Menschen? Natürlich nicht.

Es weihnachtet wieder einmal, und die Vorboten dieses christlichen Fests erhielt ich bereits Mitte November in meinen Briefkasten. In Form einer trantränigen und mitleiderzeugenden Botschaft überfiel sie mich in einem unschuldig aussehenden Umschlag. Sechs Weihnachts- und Neujahrskarten inklusive Briefumschlägen hatte mir jemand unaufgefordert zugeschickt, die ich doch gefälligst zu bezahlen hätte.

Sie sehen halt aus, wie Weihnachtskarten nun einmal aussehen. Mit viel Schnee, mit Weihnachtsbäumen und mit etlich viel Kitsch. Nichts Besonderes also?

Doch, doch. Natürlich sind sie etwas Besonderes, diese Grußkarten. Denn schließlich haben die Kunstschaffenden sie entweder mit dem Mund oder mit den Füßen fabriziert. Haben nämlich allesamt keine Arme mehr, die Künstler, aus welchen Gründen auch immer. Doch müssen sie deswegen gleich Kitschkram zusammenkritzeln? Muss das denn sein?

Was wäre beispielsweise geschehen, wenn der Affe Congo seiner Langeweile nachgegeben hätte? Wahrscheinlich wäre ihm nach ein paar weiteren Jahren an Nichtsnutzigkeit so hundsmiserabel zumute gewesen, dass er den Zoowärter beauftragt hätte, ihm einen Strick zu beschaffen. Der hätte daraufhin die Hacken zusammengeschlagen, hätte pariert und dem Affen das gewünschte Mordswerkzeug geliefert.

Und genauso hätten wohl auch die Armlosen eine Zeit lang weiter vor sich hinschlummern können, bis sie es nicht mehr ausgehalten hätten. Ihre künstlerische Kreativität wird sie alle vor dem Selbstmord gerettet haben – und das eben gerade in der Vorweihnachtszeit, in welcher die Suizidgefahr für Affen und Armlose besonders hoch sein soll.

In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen und kreativen Affen schon jetzt eine gesegnete Vorweihnachtszeit, egal wie viele Arme sie haben mögen.

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20.11.01
Besser Schaum im Bad als Schaum vorm Mund
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Und wieder einer dieser kalten Herbsttage. Und was macht man, wenn es einen fröstelt? Man wärmt sich auf. Am Besten wäre da natürlich ein Schaumbad mit vielen Blubberbadeblasen. Das Dumme daran ist nur, dass ich keine Badewanne besitze. Muss ich halt frieren. Und schön ist das natürlich ganz und gar nicht.

Bei dem Onlinespiel "Bubble Trouble" geht es darum, den Bläschenteppich möglichst schnell mit anderen Bläschen wegzuschießen - treffen drei Blasen gleicher Farbe aufeinander, platzen sie. Und der Spieler kommt seinem Ziel näher.

Schade, dass man dieses Spiel nur am Computer spielen kann. In einer Badewanne samt Schaum wäre das alles doch noch viel gemütlicher. Doch erstens ist das Spiel alles andere als gemütlich, und zweitenes fehlt mir noch immer eine Badewanne im Haushalt. Ich habe natürlich nur eine unluxuriöse Dusche. Willkommen im Warmduscherparadies - als Ersatz eigentlich jedoch gar nicht so schlecht.

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16.11.01
Das letze Eichhorn
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Stoppt Tierversuche! Denn was können sie schon dafür, dass sie keine Menschen sind, die lieben Tierchen? Und lasst bitte auch die Eichhörnchen in Frieden, was haben sie Euch denn getan?

Ich sollte nicht so viel fernsehen, und vor allen Dingen sollte ich nicht immer solche niveaulose Sendungen wie "Banzai" gucken. Dumme Wetten müssen die Fernsehzuschauer dort über sich ergehen lassen. Welche Oma leckt ihren Lolli als erstes bis auf den Stumpf ab? Und welche der fünf Frauen trägt kein Unterhöschen? Und die alles entscheidende Wette: Welches der beiden Eichhörnchen angelt der bösartige Japaner zuerst in die Luft?

Und nicht nur auf Fernsehsendern wie Sat 1 entsteht ein gigantisches Gehirnsvakuum, auch im Internet, der feurigsten und heißesten Datenhölle dieser Welt, breiten sich etliche Geschmacklosigkeiten in Lichtgeschwindigkeit aus. Vorhang auf für das "Squirrel Fishing". Niveau? So, so. Und ach! Das gibt es auf dieser Homepage nicht? Aber niedlich sind sie schon, diese kleinen, dämlichen Viecher.

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12.11.01
Wer will noch Qual, wer hat noch nicht?
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Jetzt neu mit Seitenaufprallschutz.)

Nicht, dass ich einer dieser verachtenswerten Menschenhasser wäre - es ist mir lediglich eine menschenhasserische Idee in den Kopf gekommen. Ich könnte ja, habe ich mir gedacht, in meinem Zustand auf die Straße gehen.

Und während ich das so denke, schießen meine beiden Mundwinkel weit hinaus in die Höhe. Ja, denke ich mir noch einmal, du gehst jetzt hinaus in die Kälte und steckst alle Leute, die dir begegnen, mit deinem wunderhübschen grippalen Infekt an.

Auf diesen glorreichen Einfall nippe ich erst einmal an meinem Kamilletee, spüle damit eine Hand voll Vitamin- und Schmerztabletten den Hals herunter und huste die Hälfte der Pillen während eines Hustenanfalls wieder heraus. Wahrscheinlich habe ich sogar Fieber.

Draußen ist es bitterkalt, aber das soll mich nicht weiter stören, denn schließlich bin ich schon krank. Noch kränker als ich im Moment bin kann ich schließlich gar nicht mehr werden. Sterbenskrank bin ich. Und eigentlich gehöre ich ins Bett, doch wenn ich nun schon so gnadenlos meinem Schicksal ausgeliefert bin, sollen es gefälligst alle anderen Mitmenschen mit mir teilen.

Da! Mein erstes Opfer. Ein Geschäftsmann mit edlem Herrenanzug und teurer Designeruhr, der sein Aktentäschchen durch die Fußgängerzone spazieren führt, wahrscheinlich spekuliert er sogar mit Aktien. Ich schleiche mich von hinten an ihn heran, tippe ihm auf die Schulter.

„Ja, bitte?“, näselt er mir entgegen, seine Nase gnadenlos in Richtung Himmel gehoben, ganz so, wie es Snobs nun einmal zu tun pflegen. Und dann huste ich ihm eine Wolke an Krankheitserregern ins Gesicht, lache erfreut und springe vergnügt davon.

Das nächste Opfer könnte ein kleiner niedlicher Wegtrethund nebst Besitzerin sein. Man hat auch schon Hunde niesen sehen – ein königlicher Anblick.

Ach, was könnte ich für einen Spaß haben, wenn ich jetzt auf die Straße gehen würde. In meinem Zustand! Nur leider bin ich so von meiner Krankheit mitgenommen, dass ich geradezu ans Bett gefesselt bin. Kein Gedanke ans Herumtollen in der Fußgängerzone.

Und wenn Sie wirklich glauben sollten, dass ich solch ein verachtenswerter Menschenhasser sei, dann muss ich Sie in aller Deutlichkeit aufklären: Ich liebe die Menschen - manchmal jedenfalls.

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11.11.01
Armer weißer Hase!
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Und wieder solch ein fauler Sonntag, an dem man überhaupt nicht in die Gänge kommen mag. Man könnte irgend etwas unternehmen, wenigstens eine Zeitung durchblättern. Aber nein! Man gammelt ganz einfach vor sich hin und schaut sich stumpfsinnige Sonntagnachmittagsfernsehserien an.

Und auch der faule Hase auf dieser Homepage ist ein verdammt träges Exemplar, da mag man ihn noch so oft anstupsen. Es scheint ihm alles egal zu sein, diesem antriebslosen Rammler. Doch irgendwann ist auch sein Maß voll. Da mag es ein noch so fauler Sonntag sein.

Ach, wenn es doch endlich wieder Montag wäre. Dann könnte ich endlich wieder in die Gänge kommen. Und dann könnte ich theoretisch auch wieder geistig und körperlich aufwachen - wenn das nicht alles so anstrengend wäre.

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8.11.01
Kommt ein Mann zum Arzt ...
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Mindestens haltbar bis Ende: Siehe Verpackungsaufdruck.)

Die tollkühnen Lebensretter, unsere Halbgötter in Weiß – sie sind doch allenfalls bessere Schlachter, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wie sonst nämlich sollte man die Angst erklären, die gar so viele Menschen vor den liebevollen Ärzten haben?

Ein ganz normaler Tag in einer ganz normalen Arztpraxis. „Der nächste, bitte“ – man ist nun leider an der Reihe. Die Hände sind nassgeschwitzt, und die Gedanken rasen nun schon seit Stunden um die vielen Messer und Gerätschaften, die der werte Herr Hausarzt in seinem Waffenarsenal beisammen hält. „Gottseidank habe ich nur eine läppische Erkältung“, versucht sich der Patient zu beruhigen, „überhaupt kein Grund zur Panik.“

Und schon betritt man die Hölle des Wunderheilers. Man setzt sich auf den Stuhl und wartet einen kurzen Augenblick. Genügend Zeit, um sich im Zimmer umzusehen. Über der Tür zwei überkreuzte Skalpelle, ganz so, wie es diverse Könige in ihren Palästen mit Schwertern zu tun pflegten. In einem Einmachglas, eingelegt in Alkohol, ein abgeschnittenes Fingerchen – wahrscheinlich eine Jagdtrophäe. „Überhaupt kein Grund zur Panik“, denkt sich der Patient immer wieder. Aber eigentlich hätte er es schon jetzt ahnen können.

Und dann reißt er die Tür auf, der Schreckensschamane, und schwingt sich mit seinem spindeldürren Ärztekörper in das Untersuchungszimmer.

„Guten Tag, wie geht es Ihnen“, tönt es aus ihm heraus, eine Antwort erwartet er selbstverständlich nicht. „Wenn Sie sich bitte frei machen würden“, blubbert er weiter. Doch bevor es der Patient selbst schafft, sich die Kleidung vom Leib zu reißen, hat es der Arzt längst schon an seinem Arbeitsobjekt erledigt – das nennt man guten Service. Doch nicht nur das! Bevor der Patient überhaupt bemerkt, was mit ihm geschieht, liegt er halbnackt auf dem Operationstisch. So ist sie halt, die Ärztezunft.

Das Licht auf ein Minimum gedimmt, ein Scheinwerfer direkt auf den leidenden Patienten gerichtet. Das ganze Leben ist eine Show, und ein Arzt ist eben auch nur ein Showmaster.

Und schon hat der Meisterschlitzer sein Schneidewerkzeug herausgekramt. Funkelnd blitzt es dem Patienten entgegen. „Aber ich bin doch bloß erkältet“, japst er nach Luft. „Nur erkältet! Wirklich.“ Zum Beweis hüstelt er dem Showschlächter in aller Deutlichkeit entgegen.

„Oh!“, antwortet der Schnippelschnappelschneider enttäuscht, „aber lassen Sie mir doch bitte die Freude. Nur ein einziges Mal.“

Manche Ärzte sind halt doch nur Quereinsteiger. Jetzt, wo es wegen BSE und Schweinepest an den Metzgertheken kriselt, haben sich einige Schlachtermeister gedacht, dass sie doch auch genauso gut umsatteln könnten. Messer ist Messer, das wird schon nicht so schwer sein.

Und wenn Sie das nächste Mal zum Arzt wankeln müssen, denken Sie an meine Worte: Überhaupt kein Grund zur Panik. Wirklich nicht. Schließlich haben Sie nur eine läppische Erkältung, nicht wahr?

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1.11.01
Sexsöckchen und Rosenrot
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Nicht unter Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen entstanden.)

Was da so in meinem Kleiderschrank rumort, fragen Sie? Socken natürlich! Aufgrekratzte, sexuell aktive Sockenpaare. Schrecklich! Und das geht nun auch schon seit Wochen so.

Eigentlich sagt man den Socken nach, dass sie andauernd verschwinden würden. Dass die Waschmaschine sie schluckt, dieses sockenfressende Monstrum. Oder dass sie sich auf anderen Wegen aus dem Staub machen und nicht mehr aufzufinden sind – vielleicht wandern sie ja sogar nach Amerika aus, weil sie es ganz einfach satt haben, über stinkige Schweißfüße gestülpt zu werden. Weg sind sie, die Socken, und niemand hat sie mehr gesehen.

Wenn es denn so wäre! Bei mir ist es zu meinem Leidwesen ganz anders. Ich bekomme tagtäglich neue Socken dazu, aus vollkommen unerfindlichen Gründen.

Manchmal, kurz vor dem Einschlafen, lausche ich noch einmal in die Stille meines Schlafzimmers. Ist gar nicht so still, ich höre merkwürdige Geräusche! Was bitteschön kratzt und stöhnt und bollert da in meinem Kleiderschrank? Oder ist das nur meine Einbildungskraft, sind das meine strapazierten Nerven?

Und schon sitze ich aufrecht im Bett. Alles um mich herum ist dunkel, und ich bekomme es mit der Angst zu tun. Und es kratzt und stöhnt und bollert weiter. Das bildest du dir nur ein, versuche ich mich dann immer zu beruhigen, da sind gar keine Geräusche. Und dann drehe ich mich auf die Seite und versuche, den Poltergeistern im Kleiderschrank keine Beachtung mehr zu schenken. Nach ein paar Minuten Herumwälzen bin ich schließlich doch eingeschlafen - trotz merkwürdiger Geräusche.

Ein neuer Tag bricht an. Schlaftrunken wanke ich unter die Dusche, putze mir die Zähne. Bis dahin ein ganz normaler Tag, alles genauso wie immer. Doch dann öffne ich ihn, den Kleiderschrank, in dem sich die Socken ihre Schlafstätte anscheinend stundenweise mieten können. Alles voller Socken! Der gesamte Schrank bricht aus allen Nähten.

„Sexbesessene Socken!“, fluche ich. „So viele von euch werde ich mein ganzes Leben nicht brauchen können. Das erklärt dann wohl auch den ruhestörenden Krach in der Nacht. Wie die Kaninchen!“

Nur meiner Freundin gefällt diese ganze Angelegenheit nicht, ihr fehlen nämlich etliche Sockenpaare. Und meinem Märchen über die kopulierenden und sich ständig vermehrenden Söckchen will sie auch keinen Glauben schenken. Ist ja auch richtig so, ist nämlich nur eine faule Ausrede für mein männliches, stumpfsinniges Verhalten gewesen.

Was soll ich denn auch darauf achten, ob es nun meine Socken sind oder die von meiner Freundin, die ich mir über meine Füße ziehe? Sind beide schwarz, die Socken, das passt schon, denke ich mir. Ich wundere mich zwar manchmal, weshalb einige dieser Socken viel zu klein sind und ich meinen Fuß geradezu hineinquetschen muss, aber sicherlich sind sie nur in der Wäsche eingelaufen. Ganz bestimmt.

Und so bekomme ich dann halt immer mehr Socken dazu, und meine Freundin muss sich tagtäglich neue Fußwärmer kaufen. Das sind nun einmal die Probleme des Zusammenwohnens.

„Widerstand“, erkläre ich nun jeden Morgen den widerwärtigen, viel zu engen Socken meiner Freundin, „Widerstand ist zwecklos. Ihr werdet alle assimiliert. Ausnahmslos. Tut mir wirklich Leid.“ Und dann ziehe ich sie mir an, leiere die Socken so weit aus, dass meine Füße wunderbar hineinpassen und lache mehrere Stunden ganz widerwärtig laut und schreckenserregend böse.


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