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22.12.01
Magendarmstimmung
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Mit Ecken-und-Kanten-Garantie.)

Und wieder eine dieser schrecklichen Nächte, in denen sich der Schlaf vor mir versteckt. Aber ich kriege dich schon noch, schrecklicher Schlaf, und wenn ich dich gefunden habe, werde ich endlich, endlich, endlich einschlummern können. Wo mag er sich nur versteckt haben, der Schlaf? Vielleicht ja zwischen der riesigen Schafherde, die ich im Laufe mehrerer Stunden mühselig weggezählt habe oder aber in der nächstgelegenen Apotheke zwischen den Schlaftabletten, die ich mir demnächst unbedingt kaufen sollte. Fünf Pillen davon, und der Schlaf hat sich lange genug vor mir versteckt. Und dann würde ich endlich, endlich, endlich einschlummern können.

Meine Freundin liegt neben mir, und natürlich schläft sie schon seit endlos vielen Stunden. Ich schaue sie an, und ich werde neidisch darauf, dass sie irgend einen unterhaltsamen Traum genießen kann, während ich ein verdammtes Versteckspiel mit dem Sandmännchen spielen muss. Auch im Schrank kein kleines, verrunzeltes Wesen, das mir den schlafbringenden Sand in die Augen streuen könnte, ich habe mich extra aus meiner warmen Bettdecke hervorgepuhlt, um nachzusehen. Und auch auf dem Flur keine Spur von meinem Kontrahenten, nicht auf der Toilette, nicht in der Küche und schon gar nicht im Kühlschrank. Nirgendwo kann ich das Sandmännchen finden, das sich nun schon seit viel zu langer Zeit vor mir versteckt hält. Ich werde wütend. Frustriert lege ich mich ins Bett zurück. Meine Freundin schläft noch immer, und sie sieht glücklich aus, während sie so vor sich hinträumt. Ob ich sie aufwecke? Dann könnte ich ihr wenigstens sagen, dass ich nicht einschlafen kann.

Mein Magen knurrt in die Dunkelheit des Schlafzimmers hinein, und das ist auch überhaupt kein Wunder. Manchmal vergesse ich tagsüber ganz einfach, dass ich etwas essen muss, und dann fällt es meinem Magen erst mitten in der Nacht ein, mich daran zu erinnern. Und er knurrt und knurrt und knurrt, und irgendwie hört es sich so an, als wenn er nach einem bestimmten Schema herumrumoren würde. Und dann hört mein Magen auf, Geräusche zu machen, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass er auf eine Antwort wartet.

Meine Freundin macht gerade eine Diät, doch weshalb sie das macht, weiß ich nicht genau, denn sie war und ist überhaupt nicht dick. Und jetzt fängt auch ihr Magen zu knurren an – ebenfalls nach irgend einem merkwürdigen Rhythmus. Schade, dass ich kein Sprachforscher bin, denn dann hätte ich vielleicht verstehen können, was sich die beiden Mägen zu erzählen hatten. Mit meinem Wissen kann ich natürlich nur vermuten.

„Na?“, mag mein Magen gefragt haben. „Auch nichts zu essen bekommen?“

Und als Antwort mag der Magen meiner Freundin herübergeknurrt haben: „Nö. Schön seit Tagen nichts Richtiges. Ich habe überhaupt nichts mehr zu tun und hänge nur noch schlaff herum. Und das Fernsehprogramm ist auch langweilig.“

„Man hat es nicht leicht mit den Menschen“, mag sich mein Magen beim Magen meiner Freundin beschwert haben, „sie essen ganz einfach viel zu wenig.“

„Wenn wenigstens etwas im Fernsehen laufen würde ...“

„Das Leben könnte so schön sein, wenn ich in einem richtig verfressenen Menschen stecken würde, der tonnenweise Schokolade in sich hineinstopft. Dann hätte ich wenigstens etwas zu tun“, knurrte mein Magen wütend aus sich heraus.

„... in Fernsehsendungen sind so viele dicke Menschen, besonders in den Nachmittagstalkshows oder in Dokumentarfilmen über Amerika ...“

„Ja“, mag mein Magen daraufhin geantwortet haben, „in einem Amerikaner müsste man stecken. Amerikaner fressen doch den lieben langen Tag. Habe ich jedenfalls irgendwo gehört.“

„... aber im Fernsehen wird man sowieso nur belogen. Wahrscheinlich sind die Menschen in Amerika überhaupt nicht so dick, wie sie auf dem Fernsehbildschirm aussehen. Wahrscheinlich sind die Amerikaner in Wirklichkeit Dünnhäuter, und nur für die Fernsehzuschauer haben sie irgendwelche begabten Specialeffektsexperten auf ihr Idealgewicht aufgeblasen ...“

„In Amerika ist alles besser. Und dicker!“

„ ... und in Amerika wird es wahrscheinlich auch nur solche Klappergestelle geben, die nie an uns Mägen denken. Die ganze Welt besteht aus Dünnen, und nur im Fernsehen sind so viele Menschen dick. Wir werden nach Strich und Faden belogen und betrogen.“

Und so knurrten sich die beiden Mägen noch etliche weitere Stunden an, doch ihr Gespräch drehte sich immer nur ums Essen und wie schlecht es ihnen beiden doch ging. Als sie anfingen, sich über das schreckliche Wetter in diesen Tagen aufzuregen, bin ich gottseidank eingeschlafen, und ich kann nicht sagen, wie lange sich die beiden noch unterhalten haben. Womöglich haben sie sich sogar die gesamte Nacht um die Ohren geschlagen. Morgen früh werde ich erst einmal ausgiebig frühstücken und meinem Magen das Maul mit etlichen Kalorienbergen stopfen. Noch eine Nacht würde ich diese Gespräche über fette Amerikaner beim besten Willen nicht aushalten können.

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19.12.01
Und es hat Bumm gemacht ...
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Und schon wieder eine Warnung vor möglichen Terrorangriffen. Und diesmal könnten sogar Massenvernichtungswaffen zum Einsatz kommen. Doch mit solchem starken Tobak ist nun wirklich nicht mehr zu spaßen. Darüber macht man ganz einfach keine Witze mehr, das wäre schließlich viel zu geschmacklos.

Mit "Nuclear Blast Mapper", dem lustigen Berechnungsprogramm, kann man sich veranschaulichen, was für Auswirkungen beispielsweise ein "25 Megaton Air Blast" in nächster Nähe und ein paar Kilometer weiter entfernt haben könnte. Also schnell den eigenen Wohnort eingetippt und überlegt, ob sich ausufernde Hamstereinkäufe überhaupt noch lohnen. Außerdem auf dieser Homepage: Ein virtueller Rundgang durch einen Bunker, ein paar bombastische Videoclips mit den Massenvernichtungswaffen im Einsatz und ein spaßiger Selbsttest unter dem Motto: "How panic-proof are you?"

Aber wer wird denn gleich in die Luft gehen? In Deutschland sind wir schließlich sicher. Terrormäßig gesehen ist das doch tiefste Provinz hier. Ist es doch, oder etwa nicht? Oder etwa nicht?

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17.12.01
Traditionswinter
("Ey Lyrik!" - Das unregelmäßige Gedicht. Unerwartet neu.)

Es feiert die Beständigkeit:

- die zeitlos grauen Nebelschwaden
- das Dünkeldunkel des Morgens
- die Schneeflocken, ebenfalls angegraut

Nichts ist neu, und nichts ist alt
Und (oh wie schön!): Es weihnachtet bald!
Denn schließlich ist es Winter

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10.12.01
Döner wohnen
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Jetzt in der praktischen Familienpackung.)

Zwei Dinge werden in meinem Leben wohl niemals passieren. Zum einen, dass ein schöner, fettiger Fast-Food-Burger frühmorgens im Hausflur vor meiner Tür steht, mich wachklingelt und mich von seiner Fußmattenperspektive aus mit zwei riesigen Revolvern bedroht. Und dass er mich dann erschießt, wird wohl glücklicherweise auch nicht geschehen. Zum anderen werde ich leider wohl auch nie zu altern aufhören.

Eigentlich dachte ich immer, dass ich noch ganz jung sei. Bin ich aber gar nicht mehr. Ich bin steinalt. Ein alter Sack. Ist nix mehr mit der Blütezeit meines Lebens. Aber zum Glück wird das früher oder später jedem so ergehen. Und einige Menschen sollen ja sogar schon gestorben sein, man glaubt es kaum.

Und wer ist Schuld daran, dass ich mich so alt, verbraucht und faltig fühle? Das "Wörterbuch der Jugendsprache"! In diesem Machwerk stehen so viele Wörter und Redewendungen, die ich nicht mehr kenne. Und wer die nicht kennt, der gehört garantiert nicht mehr zur Jugend. Der wird verbannt, verdrängt und, wenn man ganz viel Pech hat, sogar geteert und gefedert. Manchmal schaffen es eben auch alte Wilde-wilde-Westernzeitrituale zurück in die Jugendkultur.

Ich wusste beispielsweise nicht, was das Wort „abdönern“ bedeutet oder was „einen Bob in die Bahn werfen“ heißen mag. Und als ich durch dieses schöne Nachschlagewerk herausfand, dass beides etwas mit der menschlichen Verdauung zu tun hat, wollte ich es eigentlich auch gar nicht mehr wissen. Aber zum Glück haben alte Menschen ein schlechtes Gedächtnis, und deswegen werde ich diese Erkenntnisse morgen oder spätestens übermorgen vergessen haben, zumindestens hoffe ich das. In meinem Alter wird man ja wohl wenigstens noch hoffen dürfen.

Und dass man Dummheit im Jargon der Jugend in Feldwegmetern misst, war mir bislang auch neu („Feldweg, der: so dumm wie zehn Meter Feldweg (sehr dumm)“. Alt fühle ich mich. Und ausgeschlossen. Da kann ich nun wohl wirklich nicht mehr mitreden. Dumm wie drei Kilometer Feldweg bin ich jetzt wahrscheinlich in den Argusaugen der Jugend.

Und auch mit der nachrückenden Generation werde ich nicht mehr kommunzieren können, denn auch sie braut sich jetzt schon ihre eigene Sprache zusammen.

Da stehe ich nun also in der Schlange einer Fast-Food-Ketten-Filiale, vor mir ein Vater mit seinem kleinen, kindergartenalten Sohn.

„Und?“, fragt der Vater den Sohn. „Was möchtest du essen? Einen Cheeseburger?“ Das Kind wird cheeseburgerkäsegelb im Gesicht und schaut seinen Vater erschrocken an. „Aber ist das nicht gefährlich?“, fragt der Junge besorgt.

Und wie gefährlich dieser Hörfehler war, wird mir erst jetzt bewusst, wo es viel zu spät ist. Ich hätte den Hörfehler vergessen sollen, gestern, wenn nicht sogar besser noch vorgestern hätte ich diesen Gedanken aus meinen Hirnwindungen verbannen sollen.

Doch jetzt steht er im Hausflur vor meiner Tür, hat mich wachgeklingelt und bedroht mich aus seiner Fußmattenperspektive mit zwei Revolvern. Aber so sind sie nun einmal, die Schießburger dieser Welt. „Du bist zu alt, Django!“, haucht er mir zu und rückt sich dabei die Salatgurke zwischen seinen beiden Brotscheiben zurecht. „Ich muss dich beseitigen, weil du zu alt für diese Welt bist.“

Ich will nicht glauben, was sich da vor meinen Augen abspielt. Und wenn nun doch passiert ist, was ich nie für möglich gehalten hätte, wenn mich nun doch ein Fast-Food-Burger mit seinen Revolvern bedroht – heißt das dann auch, dass ich zu altern aufhören werde? Im gewissen Sinne wohl schon. Denn gleich wird er mich erschießen, der fettige Fast-Food-Schießburger. Dabei hatte ich mir noch so viel vorgenommen.

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6.12.01
Der Kapitalerbrecher
("Ey Click!" - Der unregelmäßige Surftipp. Unerwartet neu.)

Was andere Menschen wohl in ihrem Portemonnaie mit sich herumschleppen? Ich zum Beispiel trage eine Ansammlung an lustigen Zeitungsartikeln immer griffbereit bei mir. Und ansonsten: Plastikkarten. Plastikkarten. Plastikkarten. Das geht wohl jedem so, der hier in einer Videothek Mitglied ist, da bei einer Bücherei Bücher ausleiht und dort vielleicht noch einmal Geld besorgen möchte - und Geld gibt es bekanntlich an allen guten Banken und Sparkassen, aber das natürlich nur mit Plastikkarte.

Auch Jeremy hat ein Portemonnaie, und auch Jeremy hat etliche Plastikkarten. Welche genau das sind, zeigt er auf seiner Homepage. Dort nämlich hat er den gesamten Inhalt seines Portemonnaies eingescannt. Wahrscheinlich ist er arbeitslos oder Student, denn wer sonst sollte soviel Zeit für unnütze Beschäftigungen vertrödeln können?

Im übrigen habe ich keine Geldmünzen mehr, denn ich habe ein Loch in meinem Portemonnaie. Und das verschlingt alle Pfennige, Groschen und Markstücke. Bald werden es Euros und Cents sein.

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4.12.01
Die Sucht, sichtbar, lesbar und hörbar zu sein
("Ey Aktuell!" - Die aktuelle Nachricht. Immer wieder neu.)

Eben gerade in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gelesen: "Jede Gesellschaft hat die Prominenten, die sie verdient." Währenddessen habe ich mir Benjamin Stuckrad von und zu Barres Sendung "Lesezirkel" angetan, die gottseidank kurz vor der Absetzung steht. In ein paar Wochen erscheint sein Buch "Deutsches Theater". Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

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2.12.01
Watte hadde du de da
("Ey Welt!" - Die wöchentliche Kolumne. Und der Benzinpreis sinkt.)

Wenn Wattestäbchen sprechen könnten, wäre mir eine recht peinliche Situation in meinem Leben erspart geblieben. Außerdem steht die Warnung auch viel zu klein auf den Wattestäbchenschachteln: „Nicht in den Gehörgang schieben!“ ist meistens darauf verzeichnet, in einer millimetergroßen Schrift, die man allerhöchstens mit einem Mikroskop entziffern könnte, wenn überhaupt.

Und manchmal ist es eben wieder soweit: Das Ohr ist verstopft, die Hörprobleme nehmen zu, und schlimmstenfalls entwickelt sich sogar eine gesellschaftliche Ausgrenzung daraus. Ein himalayagroßer Berg an Ohrschmalz versperrt dem Schall den Durchgang, und man versteht lediglich sein eigenes Wort. Die Äußerungen der Mitmenschen dringen dumpf in den Verstand des Halbtauben, und das meiste Gemurmel schafft es nicht, durch den gelben Morast durchzusickern. Folglich kann der Leidende nicht mehr an den Smalltalkgesprächen teilnehmen, und er traut sich wegen dieser Kommunikationsbarriere nicht mehr aus dem Haus. Ausgegrenzt! Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung.

Es wird Zeit für die Wattestäbchenattacke. Und los geht es! Hinein damit in den Gehörgang, allen Warnungen zum Trotz. Und dann bewege ich das Wattestäbchen rhythmisch im Ohr hin und her. Einmal links und einmal rechts und rundherum, ist gar nicht schwer. Zur Kontrolle nehme ich das Stäbchen zwischendurch heraus, schaue, ob schon etwas vom alles versperrenden Schmalz herausgekommen ist und gebe mich erst dann zufrieden, wenn die Watte buttergelb eingefärbt ist. Also noch einmal hinein damit.

Und spätestens jetzt wäre es schön gewesen, wenn das Wattestäbchen sprechen gekonnt hätte. „Entschuldigen Sie bitte die Störung“, hätte es mich freundlich darauf hinweisen müssen, „aber Sie wissen doch sicherlich, dass man das nicht macht.“ Ich hätte verdutzt geguckt, hätte das Wattestäbchen betrachtet und wäre vor Scham rötlich angelaufen. Natürlich weiß ich, dass man so etwas nicht tut. „Also hören Sie bitte auf, mich in Ihr Ohr zu schieben. Das ist schlecht für mich, und für Sie könnte es ebenfalls gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.“

Später ist man immer schlauer. Und als ich wieder einmal mit dieser Wattestäbchenattacke beschäftigt war, passierte es. Die Watte blieb in meinem Ohr hängen, und ich bekam sie nicht mehr heraus. Nur das Plastikstäbchen konnte ich zurück ans Tageslicht ziehen. Ich versuchte es mit einer Pinzette, fuhrwerkte mit ihr in meiner Ohrmuschel herum, aber bekam die Watte nicht zu fassen. Ein gutes, halbes Jahr lang probierte ich es immer wieder, sie herauszubekommen, doch es gelang mir nicht. Zeitweise hatte ich den Fremdkörper in meinem Ohr schon als Selbstverständlichkeit angesehen, der dort nun alles in allem hinzugehören schien - meine Hörprobleme nahmen jedoch immer weiter zu und bewiesen mir, dass dem nicht so war.

Schließlich nahm ich all meinen Mut zusammen und ging zum Hausarzt. Freudig erregt begutachtete er mein Machwerk und rief sogar seine Frau herbei, um es ihr zu zeigen. „Ist das nicht lustig?“, grinste er ihr entgegen. „Guck dir das an! Ein Stück Watte im Ohr! Was einige Menschen alles in sich hineinstecken! Es ist schier unglaublich.“

Und dann spritzte er mir mit einer riesigen Spritze Wasser ins Ohr und schwemmte damit das Wattestück aus mir heraus.

Ich frage mich noch immer, was denn nun so lustig an meiner Misere gewesen sein könnte, dass der Arzt seine Frau konsultieren und ihr mein Missgeschick präsentieren musste. Andere Menschen hatten bestimmt Spektakuläreres in ihrem Ohr verkeilt als ein kleines Wattestückchen. Chinesische Essstäbchen vielleicht. Bleistifte. Einen Holzspiralschrauber für Bohrmaschinen. Doch wahrscheinlich hatte mein Hausarzt so etwas noch nie gesehen. Es ist doch immer wieder schön, Menschen mit einfachen Dingen überraschen zu können.

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